Nach der routinemäßigen Abhandlung der Bauanträge informierte der Vorsitzende die anwesenden Gemeinderäte im nächsten Tagesordnungspunkt über ein Thema, das zur Zeit besonders der UBL auch ein dringendes Anliegen ist.
Der Information zufolge ist ein Garten- und Landschaftsarchitektur-Büro aus Herford(!) damit beauftragt, eine Umweltverträglichkeitsstudie zur B 26n Autobahnprojekt Westumgehung), vom Autobahndreieck Würzburg-West bis zum Autobahndreieck Werneck, zu erstellen. Diese Studie wurde vom Staatlichen Bauamt Würzburg im Vorgriff auf das erforderliche Raumordnungsverfahren in Auftrag gegeben. Zunächst wurde dabei dem GR ein Statusbericht in Sachen Westumgehung seit dem Jahr 1980 dargelegt. Dann konnte der GR Kenntnis nehmen von einem Schreiben der Gemeinde Leinach an das beauftragte Büro, in dem die Gemeinde Leinach, wie auch andere betroffene Gemeinden, verschiedene Daten zur örtlichen Bauleitplanung, zum Naherholungsbereich, zu Kulturgütern, zu den Wäldern und besonders geschützten Arten usw. mitteilt. Auch vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und dem Bund Naturschutz wurden Stellungnahmen beigefügt. Wiederum ein Indiz dafür, wie wichtig es ist, weiterhin Widerstand zu leisten gegen die Planungen zur B 26n.

Auch ein leidiges Thema wurde im nächsten Tagesordnungspunkt behandelt – nämlich die Situation – insbesondere die Parkplatznutzung – an der Leinachtalhalle.
Nach Darlegung des nun schon mehrjährigen Rechtsstreites der Gemeinde mit einigen Anliegern beschloss der GR eine Entscheidung durch ein Klageverfahren beim Verwaltungsgericht Würzburg, das seit 22.08.06 ruht, herbeizuführen.

Im nächsten TOP beschäftigte sich der GR mit der Neugestaltung des Kreuzungsbereiches Haupt-/ Raiffeisenstraße sowie der Neuordnung mit Platzgestaltung im Bereich Hauptstr. 2 (ehem. Gasthaus „Lamm“). Es wurde wieder einmal deutlich, dass uns dieser Bereich noch lange Zeit beschäftigen wird und dass die Kostenschätzung der Planer wohl bei weitem nicht mit den tatsächlichen Aufwendungen übereinstimmen werden. Aktuell beanspruchen die Leitungen der Ver- und Entsorgung die Phantasien der Techniker. Kernfrage dabei ist: Sanierung der alten Leitungen und Beibehaltung der Verläufe, oder komplette Neuverlegung und Anschließung ans vorhandene Netz? Man kam zunächst einmal überein, die Kostenschätzungen der verschiedenen Varianten abzuwarten. Außerdem kommen erste Wünsche und Anträge der privaten Anlieger zu ihren Vorstellungen der Gestaltung des neuen Platzes. Also auch für die Zukunft – eine „unterhaltsame“ Angelegenheit.

Im weiteren Verlauf wurden die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen an entsprechend mitgenommenen Gemeindestraßen erörtert. Die eingestellten Haushaltsmittel lassen hier keinen allzu großen Handlungsspielraum.
„Spielraum“ war dann auch das Thema des nächsten TOP der Sitzung.

Nachdem einige Jahre die Ausstattungen der Kinderspielplätze in den Ortsteilen etwas vernachlässigt wurden, kam man überein, hier wieder einmal zu investieren. So wurde beschlossen, einige Spielgeräte für verschiedene Spielplätze und für den Skaterplatz anzuschaffen. Aufgrund der Haushaltslage entschloss man sich hier gegen die teuersten Anbieter.

Bei den folgenden allgemeinen aktuellen Informationen gilt insbesondere hervorzuheben, dass die Telekom nicht sonderlich gewillt ist, die Erschließung des Breitbandangebotes in Leinach voranzutreiben. Die Tatsache, dass rund 93 % der Bevölkerung in Leinach DSL erhalten bietet dem Anbieter offensichtlich zu wenig Möglichkeiten zu profitieren. Die Telecom ist der Meinung, dass die erforderlichen Investitionen in keinem Verhältnis zum
vorhandenen Absatzpotential stehen. Bei einem eventuellen Ausbau in Kooperation mit der Gemeinde würde der Deckungsanteil der Kommune bei etwa 50 000 € liegen.
Eine Alternative bietet der DSL-Zugang über Kabelfernsehen und möglicherweise ein sog. Funk-DSL, deren Realisierung es jedoch zunächst zu prüfen gilt.

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